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Die wichtigsten Begriffe

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Wer sich einem neuen Thema widmet, muss viel recherchieren oder hat zumindest viel Gesprächsbedarf. Hier findest Du einige Begriffe, Stichworte und Hintergründe zu Themen rund um Spur Z/Mini Club.

Fahrgerät / Trafo

Bei vielen Startpackungen (gerade alte Mini Club Packungen gibt es bei EBay zuhauf und verhältnismäßig günstig) ist ein Trafo enthalten.

Ist Dein Trafo weiß – prima, das scheint ein neueres Modell zu sein. Häufig sind allerdings braune oder blaue Fahrregler enthalten. Bei diesen Geräten musst Du vorsichtig sein – die sind nämlich für eine alte Netzspannung vorgesehen.

Alte Netzspannung – war da mal was? Ja, 1987 nämlich. Ab 1987 haben europäische Nationen auf 230V umgestellt. Die alten Mini Club Trafos sind auf 220V geregelt. Das bedeutet, dass im Vergleich zu einem neueren Fahrgerät eine höhere Spannung am Gleis anliegt, wenn Du voll aufdrehst.

Was für den Menschen kein Problem ist, ist der Tod kleiner alter 3-Pol-Motoren. Du kannst den alten Trafo nutzen, aber dreh ihn nicht bis zum Anschlag auf.

Zentrale

Wenn Du ein wenig recherchierst, wirst Du schnell auf Zentralen aufmerksam. Mit einher geht eine Grundsatzentscheidung: Analog oder Digital?

Du möchtest gerne analog fahren? Dann musst Du Dir keine Gedanken zu Zentralen machen. Investiere in den Aufbau eines schönen Stellpultes oder setze auf manuelle Weichenschaltung.

Wenn Dich (wie mich) stört, dass die kleinen Maschinen entweder gar nicht langsam anfahren oder dabei stottern, solltest Du eine Zentrale in Erwägung ziehen. Die gibt es in allen Preisklassen.

DCC oder mfx?

DCC (Digital Command Control) bzw. mfx (Märklin Systems) sind Digitalprotokolle zur Steuerung von digitalen Modellbahnsystemen. Darüber kann man viel diskutieren. DCC ist ein weit verbreiteter Standard und wird von vielen Zentralen unterstützt.

Ich bin kein Experte, würde Dir aber empfehlen, den Fokus darauf zu legen. Es gibt auch Zentralen, beide Protokolle unterstützen. Dazu gehören auch die Märklinzentralen. Mit DCC machst Du erstmal nichts verkehrt.

S-88, Loconet, Bidib, CAN Bus, X-Bus, Railcom und Co.

Diese Stichworte fallen häufig im Zusammenhang mit dem Thema „Rückmeldung“. Rückmeldung bedeutet das Melden von Zuständen an ein Stellpult (LED-Display oder LED-Leuchte) oder eine Zentrale, wenn ein Gleisabschnitt belegt bzw. besetzt ist.

Aber auch die Statusveränderung einer Lok (Geschwindigkeit, Licht oder andere Funktionen) können rückgemeldet oder bestätigt werden. Bus-Systeme werden auch für die Übertragung von Befehlen zwischen Steuergerät und Zentrale verwendet.

S-88 ist der erfahrene, zuverlässige, alte Opa der Rückmeldesysteme und häufig auf analog geführten Anlagen im Einsatz. Loconet kann schon mehr, Bidib und die CAN-Busse können teilweise mehrere Protokolle gleichzeitig transportieren und/oder verarbeiteten. RailCom setzt auf DCC auf. Nicht jede Zentrale kann alles – hier ist Vor- und Weitsicht geboten.

Decoder

Decoder werden sind die Empfänger, wenn die Zentrale der Sender ist. Wenn ein Decoder sendet, dann spricht man häufig vom Leben Rückmelden. In diesem Fall ist die Zentrale oder ein Knoten der Empfänger.

Eingesetzt werden Decoder bei allem, was man digital steuern möchte:

  • Loks
  • Weichen
  • Licht- und Tonsignale
  • Drehscheiben
  • Kehrschleifen
  • Lichter
  • Türen und Schranken
  • u.v.m.

Dabei unterscheidet man Schalt- bzw. Weichendecoder, Lokdecoder, Sound- und Signaldecoder. Es gibt natürlich noch weitere Ausprägungen.

Decoder sprechen eine Sprache – nämlich die der Zentrale: Also z.B. DCC oder mfx und werden häufig in der Nähe der zu steuernden Einheit verbaut. In einer Lok, unter einer Weiche oder z.B. in einem Hausmodell.

CV, Parameter und Parameter

Was bei DCC eine CV (engl. „Configuration Variable“) ist, wird im Kontext von mfx als Parameter bezeichnet.

Gemeint ist stets das selbe: Eine Decodereinstellung. Die sind durchnummeriert und meist standardisiert, im Fall von DCC durch die NMRA (engl. „National Model Railroad Association“).

Wenn programmiert, dann mit CV bzw. Parameter – In diesem Fall werden Bytes von einem Steuergerät über die Zentrale an einen oder mehrere Decoder gesendet. Ein Byte für die CV- bzw. Parameteradresse und eines für den Wert, der unter der Adresse gespeichert werden soll.

POM ist die Abkürzung für „Programming on main“ – „Programmieren auf dem Hauptgleis“. Zentralen die POM nicht unterstützen, bieten meist ein sogenanntes Programmiergleis an.

Sendet man einen Wert ans das Hauptgleis ohne aktiviertes POM, können unter Umständen mehrere Decoder gleichzeitig programmiert werden. Ein heilloses Durcheinander ist im wahrsten Sinne des Wortes „vorprogrammiert“.

Gleisbox / Mobile Station

Die Gleisbox ist eine kleine Zentrale von Märklin, wenn man so will. Sie hat neben dem Gleichstrom Netzanschluss zwei CAN Bus DIN-Buchsen, um zum Beispiel eine oder mehrere Mobile Stations anzuschließen.

Sowohl Gleisbox als auch Mobile Stations gibt es Version 1 und 2. Das ist wichtig, denn die DIN Stecker von V2 sind nicht mit den Buchsen von V1 kompatibel. V1 Stecker können aber mit einem Adapter an V2 Buchsen abgeschlossen werden. Natürlich gibt Gleisbox und MS auch in der Version 3, z.B. als Set.

Gleisbox und Mobile Stations sind eigentlich Bestandteil von Spur H0 Startpaketen, können aber mit einem anderen Netzteil (vorzugsweise 12V DC) auch für den Betrieb einer Spur Z Bahn eingesetzt werden.

Mobile Stations sind digitale Fahrgeräte mit monochromen Bildschirm, verschiedenen Tasten und einem zentralen Drehregler. Gleisbox und Mobile Stations reden per CAN Bus miteinander, über den CAN Bus können Mobile Stations aber auch an Central Stations (die großen Digitalzentralen) von Märklin abgeschlossen werden.

Rocrail, WinDigipet, Train Controller und Co.

Modellbahnsteuerungsprogramme. Ein schönes, langes Wort. Wer seine Modellbahn mit einem Rechner (Windows. macOS, Linux) steuern möchte, greift auf diese Programme zurück.

Solche Software macht allerdings nur Sinn, wenn man seine Bahn zumindest teilautomatisieren möchte. Wichtige Voraussetzung: Ein Rück- bzw. Belegtmeldesystem und per Decoder steuerbare Weichen und Loks. Über die Belegtmelder „sieht“ das System die Loks und kann diese über Weichen in verschiedene Richtungen steuern.

Die Programme sind teilweise sehr mächtig und haben riesige Funktionsumfänge. WinDigipet und Train Controller sind kommerzielle Programme mit saftigen Lizenzpreisen. Rocrail ist kostenlos (weil Open Source) bietet aber einen beeindruckend großen Funktionsumfang.

Signale

Bei vielen Modellbahnern schlagen die Herzen höher, wenn eine Anlage vorbildgerecht verbaute Signale aufweist. Diese regeln Geschwindigkeiten, Vorfahrt und erlauben Rangierfahrten auf Gleisabschnitten bzw. in Blöcken.

Je nach Epoche kommen unterschiedliche Signale zum Einsatz. Wer Dampfloks fährt, setzt auf andere Signale als ein Fahrer von Diesel- oder Elektroloks.

Der große Durchbruch für Lichtsignale kam nach dem zweiten Weltkrieg ab 1950. Zwar gab bereits seit 1920 vereinzelt mit Lichtsignalen ausgestattete Strecke; bis dahin waren aber meist Formsignale im Einsatz. In den 1990er Jahren gab es dann noch mal eine Überarbeitung der Signale: Seit dem sind Kombinationssignale das Maß der Dinge.

SR 24 Dampföl

Noch ein Öl? Ja, unbedingt. SR 24 ist nicht nur ein Öl, das prima Wölkchen in einem Verdampfer produziert. Man kann es auch als Reinigungsöl verwenden.

Es gibts nichts besseres, um verharzte Loks wieder zum Laufen zu bringen, Gleise zu reinigen oder Getriebe durchzuspülen. Ich bade darin auch meine Weichen und anderes Bewegliches.

Es verdampft übrigens prima, auch bei Lufttemperaturen um die 20 Grad Celsius. Das heißt: Keine schmierigen Rückstände auf Unterlagen und Gleisen.

Man kann damit übrigens auch Lokbadewannen befüllen, dann lohnt gleich ein größerer Vorrat an SR24. Eine Lokbadewanne enthält meist ein Gleis, an das Spannung gelegt wird, um Loks daraufzusetzen. Diese fahren dann „unter Wasser“ – Pardon „unter SR 24“ – und werden dabei schön durchgespült und gereinigt.

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